Heidschnucken

 

"Mama, wie weit darf ich reisen?"

Heidschnucken stammen von den in Korsika und Sardinien beheimateten Mufflons ab. Sowohl weibliche als auch männliche Tiere tragen Hörner. Die Lämmer werden hornlos geboren, ihr Fell ist meist tiefschwarz. Nach ca. einem Jahr ändert sich die Fell-Farbe, die Tiere werden dann silbergrau, nur die Köpfe und Beine bleiben schwarz.

Die Schnucken gehören zu den kleinsten Schafrassen und wiegen in der Regel zwischen 40 und 60 kg, nur die Böcke werden deutlich schwerer. 

Sie fressen Gras, aber auch gerne junge Sträucher, Brombeeren, Kiefernsämlinge, Pappel- und Birkenschösslinge, weshalb sie sich vorzüglich zur Beweidung und Pflege der Heideflächen eignen. Sie sorgen dafür, dass die Heideflächen nicht von Bäumen und Sträuchern überwuchert werden und sind seit langer Zeit als „Naturschützer“ in der Lüneburger Heide im Einsatz.

Das Fleisch der Heidschnucken hat sich im Laufe der Zeit vom „Arme-Leute-Essen“ zu einer Delikatesse entwickelt.

Es ist sehr fettarm und enthält hochwertiges Eiweiß, dazu kommt sein ausgezeichneter feiner, fast wildähnlicher Geschmack. Schnucke schmeckt nicht wie "Schaf"!

Das zarte Lammfleisch kann man ruhig auch noch kalt essen, falls wirklich einmal etwas übrig bleiben sollte.

Auch wenn es uns immer etwas traurig stimmt, Tiere aus der Herde zu nehmen - ihr Verkauf sichert das Überleben der anderen Artgenossen und daraus ergibt sich unser Angebot fürSie.

 Mehr dazu finden Sie unter den Menüpunkten "Erzeugnisse"und "Aktionen".

 

"Wenn die Äpfel nicht zu uns kommen...!"

Unsere Heidschnucken bekommen nur Futter, das wir selber herstellen (im Sommer freier Weidegang auf den eigenen Wiesen, im Winter -bis auf wenige Ausnahmen- Heu von eigenen Wiesen) bzw. bei der Mühle unseres Vertrauens beziehen (Minerallecksteine).

 

 

 

Unsere Tiere haben jederzeit Zugang zu frischem Wasser, werden bei Bedarf adäquat medizinisch durch einen Veterinär versorgt und anschließend so lange in der Herde gehalten, bis keine Spur der Erkrankung mehr vorhanden ist. (Krankheiten kommen bei unseren Tieren allerdings sehr selten vor!)

Damit sie sich rundum wohl fühlen, werden regelmäßig ihre Klauen kontrolliert und beschnitten sowie die dicke Winterwolle vor dem Freigang im Sommer abgeschoren. Für das seelische Wohl achten wir auf eine Unterbringung mit ausreichend Freilauf für jedes der Tiere. Unsere Herde ist eine eingetragene Herdbuchherde, so dass wir etwas zum Erhalt dieser liebenswerten Dickköpfe beitragen können. Deshalb arbeiten wir eng mit dem Lüneburger Verband der Heidschnuckenzüchter zusammen.